Nordwaldkammweg Tag 1

Schon oft fiel uns im Vorbeifahren das Markierungszeichen des Kammweges auf und ich beginne mich mit diesem Wanderweg zu beschäftigen. Ausgangspunkt ist der Dreisesselberg in Bayern - Endpunkt der Nebelstein im Waldviertel.
Der Entschluß wird bald gefaßt, wir wollen den Nordwaldkammweg begehen. Nach eingehender Recherche und Information planen wir die rund 150km auf 6 Tage verteilt zu bewältigen. 
Die Anreise erfolgt mit dem Bus von Linz nach Schwarzenberg. Wir brechen zuhause um 3 Uhr morgens auf. 
Von Schwarzenberg bis zum Startpunkt am Dreisesselberg sind es ca. 10km. Bei bestem sonnigen, aber auch sehr warmen Wetter brechen wir um 7 Uhr morgens auf und bewältigen die ersten 600hm.

Die übriggebliebenen Reste des Waldes, der durch den Cyrill verwüstet wird, lässt uns von Beginn an staunen und wird uns den Tag über begleiten. 
Wir stärken uns im Dreisesselhaus und gehen dann zum eigentlichen Startpunkt des Nordwaldkammweges.

Der Hochstein (1333m) liegt etwas abseits des Dreisesselberges und bedeutet einen Umweg von ca 30min. Aber wir wollen doch unbedingt am "Beginn" starten!

Wir wandern am Hochkammweg - immer inmitten dieses utopischen Waldes. Die teschechische Seite des Waldes ist völlig unberührt, da diese zum Nationalpark Sumava umgewidmet wurde. Der Borkenkäfer konnte hier ungehindert sein Werk tun. Die österreichische Seite ist teilweise schon aufgeräumt, was angesichts des moorigen Geländes gar nicht so einfach sein dürfte.

 
Österreich - Deutschland- Tschechien  
Dieser Stein markiert die Grenze zu den drei Ländern. Dementsprechend viele Menschen sind hier unterwegs.
Der Plöckenstein 1379m markiert ebenfalls die Grenze zwischen Österreich und Tschechien. Bei bestem Wetter haben wir hier einen guten Ausblick. Ab nun geht es weit bergab.

An der Adalbert-Stifter-Quelle legen wir eine längere Rast und kühlen unsere mittlerweile heißgelaufenen Füße. Dieser Dichter ist hier allgegenwärtig. Er wurde  im Böhmerwald geboren und viele seiner Dichtungen erzählen aus diesem Gebiet. Nun geht es von hier auf den Hochficht nach Schöneben.
Im "Holzers Inn" werden wir leider aus Platzmangel nicht aufgenommen. Der netten Rezeptionistin gelingt es nach einigen Telefonaten einen Gasthof samt Shuttlebus zu organisiern. Nach ca 35km will ich keinen weiteren Schritt mehr machen.
Und so verbringen wir in Hintenberg im Gasthaus Sonnenhof unsere erste Nacht.
1 Tag: 35km,
Gehzeit ca. 8 Stunden

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